…über Spocht, Gesellschaft und Weight Watchers.

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Wie viele Punkte hat eine Shisha? (Wassermelone)

Es ist Frühling, endlich! Nach dem Neujahrs-Gedränge im Januar bin ich – natürlich nur wegen wichtiger Termine – meinem wöchentlichen Gehirnwäschejogging ferngeblieben. Ergebnis: trotz der depressionstauglichen Lichtverhältnisse bis Mitte April quasi keine Zunahme. Zunahme, Abnahme, das sind bei den Weight-Watchers alltägliche Begriffe in alltäglichen Fragen, wie die nach dem Wetter: „Und… was macht die Abnahme?“ – „Ja, schönes Wetter heute.“ Im Gegensatz zu „na, wie geht’s?“ gibt es bei WW aber „im Treffen“ (noch so ein verbaler Gebrauchsgegenstand) eigentlich immer ehrliche Antworten. „18,5 Kilo“ … anerkennendes Gemurmel … „Und, seit wann sind Sie dabei?“, lautet die WW-Katalog-Standardfrage direkt im Anschluss – „Seit… ähm… Weihnachten.“ … aus dem Gemurmel wird ein kurzer Tumult aus Ohs und Ahs.

Das war letzten Donnerstag (und nein, nicht ich habe 18,5 Kilo seit Weihnachten abgenommen), Kollege Max hatte mich mal wieder unauffällig in die Pflicht genommen. Überhaupt war es ein Abend voller Ohs und Ahs. Das sogenannte „Wochenmaterial“ (im WW-Vokabelheft bitte vermerken als Synonym für „wöchentlich neu aufgelegte Infobroschüre A5, 8-12 Seiten maximal 60 Gramm-Papier“)… das sogenannte Wochenmaterial jedenfalls lud ein zum interaktiven Gruppenquiz: Wie viele Punkte hat ein Croissant, mittelgroß („gibt es so klein eh nirgends zu kaufen!“)? – Neun… „Oh…“ (enttäuscht) oder Kopfnicken von den Strebern, die das Weight Watchers Einmaleins schon gut auswendig können. Wie viele Punkte hat eine Geflügel-Bratwurst? – so um die 12. Oh… Zwei Teelöffel Marmelade? Null bis eins, je nach geschickter Tagesstrategie: 2 Teelöffel am Tag sind nämlich frei! So wie Nutella oder Honig. Aber nicht alle „kostenfreien“ Goodies von der Liste jeden Tag. Statt der Konfitüre wurde das Apfelmark aus der Bioecke in der Drogerie empfohlen. Halten Sie sich fest, meine Damen und Herren… „Vier Esslöffel – einen halben Punkt!“ Ahhhh!!!! Extase kann gemurmelt werden.

Am Freitag dann verschlug eine abendliche Fehlplanung Max und mich in angenehmer Begleitung in ein Café oder das was nach der Neubeklebung daraus geworden war: eine Shisha-Bar. Das merkten wir erst, als wir die Mitte des Raumes erreicht hatten. Aber wir sind auch ein wenig neugierig und experimentell (deswegen ja die Sekte namens Weight Watchers) und so blieben wir auf ein Getränk. Und dann auch eine Wasserpfeife. Meine erste. Was man uns empfehlen könne, so für den Einstieg? Reichlich Irritation beim Personal: „Ähm, äh, wie jetzt… also vielleicht Wassermelone oder so, das ist schön leicht.“ Das haben wir mutig bestellt, um bei der Zulieferung dieses Mal den jungen Mann vom Service in Verlegenheit zu bringen mit „Erklären Sie uns bitte kurz, wie das geht?“ „Ähm, äh, wie jetzt… also das ist das Mundstück und hier ist die Kohle. Nicht in die Mitte legen, sonst verbrennt es zu sehr und das schmeckt dann nicht allen so gut.“

Ah jetzt ja… alles klar.

Die erste Wasserpfeife meines Lebens war dann reichlich unspektakulär. Ich rauche seit ich 14 bin neu extrem selten, damit ich irgendwo dazugehören kann. Es hat mir noch nie geschmeckt. Aber bei einer Wasserpfeife gibt’s leider keine Blutsbrüderschaft durch gemeinsam erlittene Schmerzen in der Lunge oder dezenten Schwindel nach tiefer Inhalation… Das Hubbabubba-reife „Geschmackserlebnis“ in tiefen Sesseln und Sofas rumlümmelnd kostet 6 Euro und hoffentlich keinen einzigen Punkt. Obst ist ja bei Weight Watchers ganz hoch im Kurs, weil quasi fast immer kostenfrei!

Wie viele Punkte hat eine Shisha (Wassermelone)? Das könnte ich beim nächsten Mal im Treffen doch einfach rundfragen. Vielleicht wissen die Streber ja mehr.

Bleibt alles anders…

…Niedersachsen hat knapp den Wechsel gewählt – und der eine oder die andere in der Politik dabei sogar weise Worte oder ein gesundes Maß Zurückhaltung.

Was sich aber zuerst geändert hat in diesem Jahr, das ist das Weight-Watchers-Programm. Der „Pro Points-Plan 2.0“ wurde abgelöst durch „Pro Points 360°“. Dazu ein paar neue Promis in der Werbung mit zwei Paradigmenwechseln: Weight Watchers spricht offensiv vom Abnehmen und nicht mehr nur von der Ernährungsumstellung, Gesundheit undsoweiterundsofort. Und Männer werden jetzt mit der Online-Plattform geködert, weswegen das neue Design dort zu einer coolen, männlichen Grauflächen-Schwemme führte. Es soll jetzt den Jungs schmecken, in jeder Hinsicht. Dabei ist „mein Plan“ immer noch der „alte“ und etwas hölzern zu nutzende, leicht überfüllte, Flash-basierte Programm-Manager in hellblau… Und auch weiterhin gilt: wer dies oder jenes aus dem WW-Angebot nutzt, nimmt X-zig Prozent mehr ab, als nur mit jenem und welchem. Aber vielleicht ticken die Jungs ja anders.

Alter Wein in neuen Schläuchen, also? Ich bin sehr skeptisch durch den Wechsel gegangen. Erste, geheimnisvolle Ankündigungen im Dezember, dann kleine Vorgriffe… Und Anfang Januar dann das neue, alte Material: Starterpakete für alle (dafür entfiel für 2 Wochen das kleine Themenheft, geschenkt bekommt mensch hier nix). Und die Treffen sind derzeit ein wenig überfüllt mit guten Vorsätzen und ihren Trägerinnen, deswegen musste die 360-Grad-Vorstellung den Spagat schaffen zwischen Grundlagen für Januar-Novizen und Änderungsmotivation für die Alten Hasen.

Zu den gehöre ich mittlerweile auch, erst kürzlich erhielt ich den Seligmachenden Schlüsselring für 10% Gewichtsverlust.

Aber was machte denn nun der Wein…? Ich sag es mal so: die Weinprobe war suboptimal temperiert. Die Points-Welt hat sich nicht verändert. Das finde ich gut. Nochmal alles neu kennenzulernen wäre mir echt gegen den Strich gegangen. Aber Lebensmittel „kosten“ weiterhin dasselbe und auch mein Budget ist geblieben, wie es war. Die große Änderung ist nicht weniger, als das komplette Trainingsprogramm. Leider misslang der Spagat, das als eine gute Neuigkeit zu präsentieren. Irgendwie transportierte das Jahresanfangsmantra „die da draußen denken, wir zählen Punkte, aber wir rechnen schon lange in Pro Points“ eine subtil-latente Missstimmung, die am neuen Programm haften blieb.

Mit etwas Abstand betrachtet ist der 360-Grad-Plan eine geschickte Weiterentwicklung. Einerseits ist das Trainingsprogramm zur Entwöhnung großer und/oder dickmachender Essgewohnheiten jetzt viel konkreter und kommt in einer auf Situationen angepassten Systematik daher: zu Hause, am Arbeitsplatz, auf Reisen oder auf Partys… Andererseits verliert das Training ein wenig von der Selbstermächtigung, die dem abstrakteren 2.0er-Plan innewohnte: Verstehst Du das Prinzip und bist Du des Transfers mächtig, kannst Du in allen Lebenslagen bewusst und gut entscheiden, was auf den Teller kommt.

Vielleicht wird der Rundum-Plan aber schneller und dauerhafter zu Erfolgen führen und über pawlowsche Reflexe die unplanbaren Herausforderungen einer Tafel Schokolade in einer dunklen Küchenschublade oder des „hedonistischen Heißhungers“ am späten Abend meistern.

Ich hab mich heute für meinen Abendhunger-Klassiker entschieden: Quark, Joghurt, Haferflocken, Honig und Obst. Und für einen Blogbeitrag, der meine Hände beschäftigt.

Wie es nun konkret weitergeht, ob das Trainingsmodell mit den Routinen auch für mich passt und wann die ersten Wiederholungen der Wochenthemen kommen, wird sich zeigen. Der Reiz des Neuen war jedenfalls sehr kurz. Noch wirkt die grundsätzliche Veränderung, die mit der Entscheidung, überhaupt loszulegen begann. Aber sie wird schwächer gegen Heißhünger (das kommt aus derselben Ecke, wie die „Schmätze“ aus dem Januar-„Wetten dass…?“) und dem Wunsch nach Selbstbelohnung durch Essen.

Hat jemand gute Tipps für bessere Belohnungsmethoden?

Wer heilt, hat recht…

Die Monate verstreichen, der Herbst hält Einzug, die Kurve zeigt stetig nach unten… Weight Watchers hat dem Willen einen Plan verordnet und lädt zum wöchentlichen Training, respektive zur Gehirnwäsche jener neuronalen Verknüpfungen, die „süß“ oder „viel“ und wahlweise „Belohnung“, „Ersatzbefriedigung“ oder „alternativlos“ miteinander verbanden. Stattdessen hält meine imaginäre TagCloud mit wachsender Schriftgröße nun „Ziele“, „Liste“ oder „Eigenverantwortung“ für mich parat. Listen gibt es viele, dazu später mehr. Viel bemerkenswerter war für mich Berufssektenskeptikerin die Erkenntnis, dass die Methoden in den „Gottesdiensten“ sehr viel weniger in Richtung Abhängigkeit zielen, als erwartet.

Einfachen Fragen beispielsweise wird stets mit einer Anleitung zum Antwortfinden begegnet. Wer über mangelnde Selbstkontrolle jammert, erhält eine kurze Injektion aus der NLP-Ampulle. (Achtung, das ist ein Bild! NLP ist eine… ich nenn es in diesem Zusammenhang mal Motivationsmethode, die durch bestimmte Fragetechniken die zu motivierende Person zu Positivformulierungen und Benennung konkreter erster Schritte anleitet. Neuronale Neuverknüpfung eben, s.o.)

In der Medizin heißt es, „wer heilt, hat recht“, wenn es ums Hinterfragen von Methoden geht, die nicht mit den Standardtests überprüft wurden oder überprüft werden können. anders gesagt, zählt das Ergebnis. Mein Zwischenergebnis ist sympathisch und fällt unter voller Erfolg. Mein persönlicher Standardtest wird noch zwei Jahre weitergehen, denn abwärts ist nur die halbe Miete (3€ ins Phrasenschwein, gerne) – unten bleiben ist das Ziel. So stay tuned!

Sieg nach Punkten

In der Medizin gibt es einen Satz, den studierte Doktores mit etwas saurer Miene sagen, wenn es darum geht, wie Karla Müller mit Hilfe einiger Nadeln die Migräne überwand: „Wer heilt hat recht“. In meinem Fall heißt der Satz „Wer abschmilzt hat recht“.

Weight Watchers siegt derzeit grandios nach Punkten im Vergleich zu massivem Training im Fitness-Studio und allen möglichen und unmöglichen Diäten, die ich in den letzten 15 Jahren (okay, in den letzten fünf eigentlich schon gar nicht mehr) durchlebt habe.

Was ist geschehen? Ich esse weiterhin, was ich will und bin auch noch nicht wirklich dazu gekommen, eines der vielen Rezepte auszuprobieren, die mir in der Sekte an jeder Ecke begegnen. Ich trinke fast täglich meinen Latte Nougato im Lieblings-Coffeeshop um die Ecke vom Büro. Und ich belasse es bei einmal Volleyball auf niedrigem Niveau pro Woche.

Ich zähle nicht einmal mehr akribisch meine Punkte, denn die ersten drei Wochen haben gezeigt, dass ich kaum über mein Tagesbudget komme. Vom Wochenbudget verbrauche ich nur wenig, vom gesammelten „Aktiv-Punkte“-Bonus ganz zu schweigen… Mein Essverhalten hat sich rasend schnell in Bezug auf Menge, Häufigkeit und Süßigkeiten verändert.

Das Zwischenergebnis: 5 Kilogramm Gletscherschmelze in 5 Wochen. „Im Treffen“ gibt es dafür bestenfalls anerkennendes Gemurmel, ehrfürchtig-ungläubiges „Oh! und „Ah!“ ertönt hingegen, wenn ein anwesendes „Gold-Mitglied“ von den „verlorenen“ 23 Kilogramm in 9 Monaten erzählt. „Und schon eineinhalb Jahre gehalten!“ Überhaupt die Treffen… Ich habe jetzt drei „Coaches“ erlebt, die allerdings nicht coachen, sondern… sagen wir mal… ein etwas interaktiveres Dozieren bis Performen betreiben, jede auf ihre eigene Art.

Da ist die lebhafte Donnerstags-Comedienne, die mir anfangs etwas füllig vorkam (aber schwanger ist) und die den ganzen Laden von vorne bespaßt. Bei ihr gibt es die guuuuten Sattmacher, die böööösen Dr. Oetker-TK-Pizzen und hiiiinterhältig den Körper verwirrende Süßstoffe. Bewegung ist etwas, das dem Auditorium generell keinen Spaß zu machen habe, aber nötig sei. Glücklich darf sich schätzen, wer mit einem „Ach, du zarter Hase…“ von der Fragestellerin zur Stichwortgeberin degradiert wird. Hier tummeln sich die einzigen Männer, die ich bei WW bislang zu Gesicht bekommen habe. Die zupackende Art, die die Comedienne ausstrahlt, dürfte dazu beitragen.

Freitags Vormittags ist es komplett anders. Hier doziert eine diplomierte Ökotrophologin, die vermutlich noch nie mehr als 3 Kilo „Übergewicht“ im Leben hatte vom fein abgestimmten Stoffwechseln mit natürlichen Ingedenzien. Den psychounlogischen Zwängen und Trieben ihrer Gruppe („abends war die ganze Tüte Schokolade leer, obwohl ich das gar nicht wollte“) ist sie deswegen eher hilflos ausgeliefert. Mit einer Tüte Gemüse wäre das nicht passiert… Hier sammeln sich – so (m)ein erster Eindruck – ausgerechnet die ganz harten Fälle, um sich in ihrem dem-Übergewicht-Ausgeliefertsein gegenseitig zu bestärken.

Dass es bei mir gerade so gut läuft liegt (auch) daran, dass ich dieser Phase des Selbstauslieferung und -aufgabe nach mehreren Jahren der Hege und Pflege entstiegen bin. Dank Max und seiner monetären Leihgabe hatte ich im ersten Treffen berufsskeptisch gesessen und am Ende gemerkt: Schluss mit dem Aufschieben und auf den Weg mit Dir, Sweetie! Sollte ich jemals Gold-Mitglied werden, könnte diese Entschlossenheit das sein, was ich zu meinem wichtigsten Erfolgsfaktor erklären werde. Allerdings erscheint es mir utopisch, die BMI-Spanne zu erreichen, die für diese Dauer-Mitgliedschaft zum Nulltarif notwendig ist. Dazu ein ander Mal mehr.

Samstag war ich nun das erste Mal bei einem Wochenend-Treffen. Es ging etwas schleppend los, das Thema (diese Woche war es „Die Macht der Bilder“) wollte nicht so recht zünden… Doch „unser“ Coach zeigte Mut und Bilder von sich – mit 104 Kilo, mit 88 und jetzt… Als es um die irgendwo im Schrank hinten versteckten Kleidungsstücke in Größe 46, 40 oder gar 38 ging, kam richtig Leben in die Bude. Gemeinsames Lachen hier und da, dazu Applaus für frisch verdiente Sterne. Hier bekam ich endlich das Sektenerlebnis, das ich schon längst erwartet hatte. Sogar ein Maßband für 5% Gewichtsverlust wurde feierlich übergeben. Das nenne ich mal einen gelungenen „Gottesdienst“… beseelt lächelnd radelten  wir alle mit einem kleinen Plakat beschenkt nach Hause. Es ist zwar nicht wirklich schön gestaltet – wenn wir mal das Wochenthema „Die Macht der Bilder“ ernst nehmen – aber selbst das ändert nichts daran, dass die Sekte derzeit nach Punkten haushoch führt. Wer abschmilzt hat recht. Jedenfalls solange, bis das Jojo zuschlägt. Also: Stay tuned.

Seit gestern bin ich in der Sekte namens „Weight Watchers“

Es gibt sicherlich wichtigere und wertvollere Erlebnisse aus der vergangenen Woche, aber ich will für Sie hier auch mit-notieren, wie sich mein Verhältnis zu meinem Körper, Gewicht und den Methoden zur Verbesserung meines Umgang mit beidem entwickelt.

Gestern war ich mit… ich nenn ihn mal Max… bei einer der hiesigen Weight-Watchers-Gruppen. Ich hatte bislang einen großen Bogen um diese Firma gemacht. Das wundert Sie vielleicht etwas weniger, wenn Sie wissen, dass in meiner Familie leibhaftige Erfahrungen mit Scientology, Herbalife und somit ein gewisser Hang zu Schneeball-Systemen und Sekten vorhanden sind. Ich lege keinen Wert darauf, alle Fehler selbst zu machen, die meine Altvorderen bereits hinter sich haben.

Der Abend hatte ein hohes Spaßniveau, was an der charmant plaudernden und schlagfertigen Dame lag, die von vorne das Auditorium aus über 30 Frauen und 1 Mann (Max) bestand mit einem lebhaften Vortrag über Olympia, Ziele und die Notwendigkeit, für die Punkte eines Eisbechers bis nach Berlin radeln zu müssen (und zurück!). Berlin liegt zwei Bundesländer entfernt.

Das Prinzip des Abends war einfach und vermutlich wirkungsvoll: im Dialog mit einigen Stammgästen wurden Positivbeispiele hervorgehoben („10 Kilo in 11 Wochen“ … oh, ah, anerkennendes Gemurmel der Gruppe) und die Überambitionierten gebremst („Ich bin seit 4 Jahren Gold-Mitglied, aber ich krieg die letzten 2 Kilo nicht weg“ – „Schatz, Du bist perfekt, Du liegst mitten in der BMI-Zone, hör auf, perfekter sein zu wollen!“) und Erfolge wurden begreifbar gemacht („Mein ehering passt mir wieder.“ – „Gibt es den Ehemann dazu noch?“ – „Ja“ – „Das ist schön!“).

Nach knapp 40 Minuten war dann Zeit für Fragen, aber „unsere“ Gruppe besteht offenbar aus Voll-Profis. Es gab keine.

Dann bekamen Max und ich eine kleine Einführung – siebeneinhalb Minuten (Sie sehen, ich übe mich schon im ständigen Zählen und Messen – und durften mit unserer Einwilligung unsere Teilnahmeanträge ausfüllen. Hier fiel das positive Ersterlebnis zügig ab. Mein Wunsch-Gewicht durfte ich mir selbst ausdenken, dann wurde ich gewogen und meine täglich zur Verfügung stehenden Points mit einem speziellen Taschenrechner wurden berechnet (huuuu… auch das wird eine Formel sein, die kaum über das Niveau eines Dreisatzes hinausgeht, aber es soll natürlich Eindruck machen). Die zahlreichen Unterlagen wurden mir dann etwas lieblos in die Hand gedrückt, alle individuellen Felder darin blieben unausgefüllt: wer mein persönlicher Coach sei, auf welches Wunschgewicht wir uns geeinigt hätten, was das gemeinsam festgelegte erste Ziel sei und so weiter…

Abends loggte ich mich dann das erste Mal in der Weight Watchers Community ein. Aber davon erzähle ich Ihnen ein anderes Mal…