…über Spocht, Gesellschaft und Weight Watchers.

Es gibt sicherlich wichtigere und wertvollere Erlebnisse aus der vergangenen Woche, aber ich will für Sie hier auch mit-notieren, wie sich mein Verhältnis zu meinem Körper, Gewicht und den Methoden zur Verbesserung meines Umgang mit beidem entwickelt.

Gestern war ich mit… ich nenn ihn mal Max… bei einer der hiesigen Weight-Watchers-Gruppen. Ich hatte bislang einen großen Bogen um diese Firma gemacht. Das wundert Sie vielleicht etwas weniger, wenn Sie wissen, dass in meiner Familie leibhaftige Erfahrungen mit Scientology, Herbalife und somit ein gewisser Hang zu Schneeball-Systemen und Sekten vorhanden sind. Ich lege keinen Wert darauf, alle Fehler selbst zu machen, die meine Altvorderen bereits hinter sich haben.

Der Abend hatte ein hohes Spaßniveau, was an der charmant plaudernden und schlagfertigen Dame lag, die von vorne das Auditorium aus über 30 Frauen und 1 Mann (Max) bestand mit einem lebhaften Vortrag über Olympia, Ziele und die Notwendigkeit, für die Punkte eines Eisbechers bis nach Berlin radeln zu müssen (und zurück!). Berlin liegt zwei Bundesländer entfernt.

Das Prinzip des Abends war einfach und vermutlich wirkungsvoll: im Dialog mit einigen Stammgästen wurden Positivbeispiele hervorgehoben („10 Kilo in 11 Wochen“ … oh, ah, anerkennendes Gemurmel der Gruppe) und die Überambitionierten gebremst („Ich bin seit 4 Jahren Gold-Mitglied, aber ich krieg die letzten 2 Kilo nicht weg“ – „Schatz, Du bist perfekt, Du liegst mitten in der BMI-Zone, hör auf, perfekter sein zu wollen!“) und Erfolge wurden begreifbar gemacht („Mein ehering passt mir wieder.“ – „Gibt es den Ehemann dazu noch?“ – „Ja“ – „Das ist schön!“).

Nach knapp 40 Minuten war dann Zeit für Fragen, aber „unsere“ Gruppe besteht offenbar aus Voll-Profis. Es gab keine.

Dann bekamen Max und ich eine kleine Einführung – siebeneinhalb Minuten (Sie sehen, ich übe mich schon im ständigen Zählen und Messen – und durften mit unserer Einwilligung unsere Teilnahmeanträge ausfüllen. Hier fiel das positive Ersterlebnis zügig ab. Mein Wunsch-Gewicht durfte ich mir selbst ausdenken, dann wurde ich gewogen und meine täglich zur Verfügung stehenden Points mit einem speziellen Taschenrechner wurden berechnet (huuuu… auch das wird eine Formel sein, die kaum über das Niveau eines Dreisatzes hinausgeht, aber es soll natürlich Eindruck machen). Die zahlreichen Unterlagen wurden mir dann etwas lieblos in die Hand gedrückt, alle individuellen Felder darin blieben unausgefüllt: wer mein persönlicher Coach sei, auf welches Wunschgewicht wir uns geeinigt hätten, was das gemeinsam festgelegte erste Ziel sei und so weiter…

Abends loggte ich mich dann das erste Mal in der Weight Watchers Community ein. Aber davon erzähle ich Ihnen ein anderes Mal…

Advertisements

Kommentare zu: "Seit gestern bin ich in der Sekte namens „Weight Watchers“" (4)

  1. „Leibhaftig“ passt hier wirklich gut!

  2. […] Fredy hat unseren ersten Besuch sehr schön und treffend in ihrem kleinen Blog beschrieben: Seit gestern bin ich in der Sekte namens „Weight Watchers“. Sharen mit:FacebookTwitterGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt. Schlagworte: […]

  3. Of all of the blogs I have discovered, yours is the only one with information that is accurate and useable.
    Are you gonna be doing more articles like this or is this the last one?

    • well, truth to be told, this was the *first* article ever, so please feel free to continue reading… Guess, your web-address was trimmed by spam-protection, hope u don’t mind. ;-)

      liqui

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: